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Mitte September ...

2008-09-15 18:06

... und höllisch kalt draußen!

Letzte Woche noch fast erstickt in der unfassbaren Hitze, jetzt schon eingewickelt in alle möglichken Zwiebelschichten, die der Kleiderschrank so hergibt, sitzen wir hier in unserem alltäglichen Zuhause und lassen die Energie und Kreativität sprühen. Schon lang waren dicke Socken und ein warmer Schal um den Hals so gemütlich wie Heute!

Montag .. der erste Tag der Woche .. er neigt sich dem Ende, wobei er für manche Dinge erst wieder ein Anfang bedeutet. Ein kleiner Spatz wartet ... deswegen verpfeif ich mich schleunigst aus dieser - zwar trockenen, aber dennoch kalten - Umgebung ins warme und erholsame, lustig spielerische Abendprogramm!


Kommentare:

TELE(vision)AIR schreibt:
2009-04-01 20:08

Nun doch, der Tagesablauf ist und bleibt eine kreativ-zerstreuende Form des ontologischen Vegetierens. Der vor Kraft strotzende aber auch poetische Ansatz der von Ihnen verfassten Zeilen bewegt mich zu folgender Ausdrucksfom.

Der Tagesablauf. Der Tag - der Verlauf der Zeit in vollendeter Einheit. Der Ablauf. Der Lauf - Ein Ablauf von Zeiteinheiten. Verstreichend. Die Zahnpasta die einen doch beachtlichen Teil der Bürsten des Zahpflegeinstruments bedeckt. Schillernd und doch klare Form. Ein Stilbruch in der Morgentoillette. Frisch gebürstete Zähne und irritiertes Zahnfleisch ergeben den nächsten Meilenstein des Verstreichens einer ontologischen Ironie von Zeit. Der Blick schweift zum Fenster ein vernebeltes Grau einer Fast aristokratischen hirarchischen Macht verbietet die Sicht auf beruhigend blauen Himmel. Das Frühstück wird geplant. Eifrig versuchen die Lebensmittel im Kühlschrank meine Aufmerksamkeit zu erregen. Der Duft der einzelnen Zutaten erzählen mir unendlich viele Geschichten im Bruchteil einer Sekunde. Die Objekte werden in meiner ureigenen Optik kadriert. Die sakkadische Blickpunktführung generiert durch inszeniertem Chaos, Irrealer Wahrheit und dem rauschen arkadischer Gewässers ein noch nie "So-Dagewesenes" Mahl. Das nikotingetränkte Leichtpapier klebt an meinen ausgetrocketen Lippen während ich meine Lungenbläschen erneut strapaziere. Die flache, fast filigrane Fläche die das Objekt meines Laptopmonitors darstellt wird pysisch nach oben bewegt. Nun wird das gesammelte Objekt verstärkt durch Tastatur und zugehörigen Shortcuts hirachisch geführt und angewiesen sich nach meinen Wünschen zu fügen. Meine Finger sind Teil der Schnittstelle meines kreativ-technisch archivierenden Fluss meiner Selbst geworden. Verschreckende Artefakte ergeben sich auf vermeintlich kontrolliertem Grund. Konsequentes Nacheifern eines stark Manifestiertem ist das Ideal unserer Zeit.

Ließe ich diese Zeilen nicht frei - wäre die kontrollierte Chaostheorie willkürlicher Humbug aus Sicht eines russischen Zaren vergangener Tage(sabläufe) ;)

Das nächste Bildnis generiert sich erst durch den Ablauf aufeinanderfolgender und unbegrenzter Zeiteinheiten sobald es im Multiplikator des Seins zerstreut wird.

Mit digitalem so wie mentalem Dank.


Luna


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